Nachsorge Wohnen

Suchtkranke Menschen stehen nach einer stationären Therapie vor einem Neuanfang:
Meistens ohne Wohnung und ohne Arbeit wollen sie abstinent leben. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet sich die Lebensform des betreuten Nachsorge Wohnen an.
Die Nachsorge dient der Vorbereitung und als Sprungbrett in ein selbständiges Leben mit eigener Wohnung, Arbeit, Partnerschaft und Freundschaft, Umgang mit Geld, Freizeitgestaltung etc. Neben Gesprächen mit Betreuern und in Selbsthilfegruppen zur Stabilisierung der Abstinenz soll dem Klienten eine ganz konkrete Lebenshilfe angeboten werden.
Das Nachsorge Wohnen bietet dem Klienten oder der Klientin die Möglichkeit, für einen begrenzten Zeitraum einen relativ preiswerten Wohnraum zu mieten, der völlig suchtmittelfrei ist.

Merkblatt zur Bewerbung

Konzeption Nachsorge Wohnen


Zielgruppen

Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigen Menschen, die eine stationäre Therapie erfolgreich abgeschlossen haben


Ziele

  • Berufliche (Wieder-) Eingliederung - Ausbildung, Schule, Beruf
  • Entwicklung von Perspektiven, deren Erprobung und Stabilisierung
  • Planvoller Umgang mit Geld / Schuldenregulierung
  • Entwicklung und Erprobung von vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, Eigeninitiative
  • Aufbau und Ausbau eines suchtmittelfreien sozialen Umfeldes / Freundeskreises
  • Abstinenzstabilisierung unter realistischen (Alltags-) Bedingungen
  • Befähigung des Einzelnen zu eigenständigem und einverantwortlichem Leben draußen"
  • Entwicklung von Verantwortung für sich selbst, die Mitbewohner, die Wohnung, das Haus
  • Entwicklung von (mehr) Selbstwertgefühl
  • Entwicklung von Rücksichtnahme, Kompromißbereitschaft
  • Entwicklung von Kritikfähigkeit
  • Anschluß an eine Selbsthilfegruppe
  • Verbindlichkeit in der Einhaltung von Hausregeln, Absprachen und Teilnahme an den Hausgruppen


Angebot

Das Nachsorge Wohnen richtet sich an junge Abhängige im Alter von 18 - 45 Jahren, die eine Langzeittherapie abgeschlossen haben.
Die Bewohner können für die Dauer von 6 - 12 Monaten aus der sicheren, suchtmittelfreien und offenen Atmosphäre der Einrichtung heraus die Basis für ein selbständiges und vor allem selbstverantwortliches Leben zu schaffen.
Im Mittelpunkt des Lebens im Nachsorge Wohnen steht die Orientierung nach außen, mit der entsprechenden notwendigen Betreuung. Die Betreuung verstehen wir dabei als Hilfe zur Verselbständigung des Einzelnen.
Das Haus bietet Platz für bis zu 9 Personen in drei getrennten Wohnungen mit jeweils drei Plätzen.
Jedem Bewohner steht ein vollmöbliertes Einzelzimmer sowie Gemeinschaftsküche und Bäder mit Waschmachine und Trockner zur Verfügung. In begrenztem Umfang können eigene Einrichtungsgegenstände mitgebracht werden.

Hausordnung


Kosten

Die Betreuung des Nachsorge Wohnen erfolgt durch die Suchtberatung Trier e. V. "Die Tür", Personalkosten fallen für die Bewohner nicht an.
Die Finanzierung der laufenden Mietkosten wird von den Bewohnern selbst getragen, z.B. durch eigenes Arbeitseinkommen oder anderes Einkommen wie Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II.

  • Die monatliche Miete beträgt zur Zeit 390 Euro, inklusive aller Nebenkosten.
    Der Mietanteil beträgt 290 Euro; die Nebenkostenpauschale beträgt 100 Euro
  • Die Kaution beträgt zwei Monatskaltmieten und ist vor dem Einzug in das Nachsorge Wohnen zu zahlen.

Kontakt

Stefan Glesius, Dipl.-Sozialarbeiter
Kathleen Legout, Dipl.-Pädagogin

Telefon: 0651/17036-22

E-Mail