Individuelle Teilhabe suchtkranker Menschen / ITSM

Seit dem 1. Januar 2008 besteht in der Bundesrepublik ein Rechtsanspruch auf das "Persönliche Budget", eine Leistungsform für Teilhabeleistungen der Rehabilitationsträger des neunten Buches Sozialgesetzbuch Rehabilitation (SGB IX, §17).

Voraussetzung für eine Leistung in Form des "Persönlichen Budgets" ist der Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe oder Hilfe zur Pflege durch die üblichen Leistungsträger.
Das "Persönliche Budget" ermöglicht behinderten und suchtkranken Menschen über die Teilhabeleistungen, die sie in Anspruch nehmen wollen, in Eigenverantwortung zu entscheiden.
Durch diese Selbstbestimmung hat der suchtkranke Mensch einen großen Einfluss auf Art, Umfang und Zeitpunkt der Leistungserbringung.


Zielgruppen

Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung haben ein selbstbestimmtes Leben oft aufgegeben, ihr Leben wird meist nur von dem Suchtmittel bestimmt. Mit der Entscheidung für eine Therapie oder ein anderes, vergleichbares Hilfsangebot steigt für diese Menschen die Lebensqualität und die Chance, sich wieder in ein “normales” Gesellschaftsleben integrieren zu können.
Unterstützende Maßnahmen und lebensnahe Hilfen, unter besonderer Brücksichtigung der Suchterkrankung, dienen der Entwicklung von Eigenverantwortung und Verselbstständigung.

Unser Angebot richtet sich an:

  • Chronisch mehrfachgeschädigte, alkohol-, und drogenkranke Menschen
  • Suchtkranke Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung, Depressionserkrankung, Angststörung oder einer anderen psychischen Erkrankung
  • Suchtkranke Menschen mit körperlicher Behinderung und chronischen Schmerzen

Nach Erstellung eines individuellen Betreuungs- und Hilfeplans werden alle verbindlichen Details zu realistischen Zielen, Maßnahmen und Leistungsformen in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten.


Leistungsangebote

Die Suchtberatung Trier e.V. Die Tür hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Suchtkranken.
Für diese Menschen hat die Beratungsstelle einen umfangreichen Katalog von Leistungen erarbeitet, der als Grundlage für die individuelle Teilhabeplanung dient.

Wie bieten Hilfen in folgenden Bereichen an:

  • 1. Basis- und Selbstversorgung:
    Körperpflege, Erscheinungsbild
    Haushaltspläne, Umgang mit Geld
    Ernährung

  • 2. Alltagsbewältigung, Tagesgestaltung:
    Tagesstrukturierung, Freizeitgestaltung

  • 3. Umgang mit der eigenen Person:
    Umgang mit der Suchterkrankung und Förderung der Behandlungsbereitschaft
    Kritik- und Konfliktfähigkeit
    Selbsteinschätzung, Krisenintervention
    Ambulante Nachsorge

  • 4. Arbeit, Beschäftigung, Ausbildung, Schule:
    Berufliche Orientierung
    Merkfähigkeit, motorische Fähigkeiten
    Sozialverhalten im Arbeitsleben

  • 5. Soziales und Verwaltung:
    Kontaktfindung und -erhaltung
    Umgang mit Beziehungen und Familie
    Schuldenregulierung


Leistungsformen

Die Leistungen der Suchtberatung werden in der Regel durch feste und fachliche Ansprechpartner erbracht, um Beziehungs- und Betreuungskontinuität zu gewährleisten.

Die Leistungen im Einzelnen:

  • Individuelles Gespräch in der Beratungsstelle
  • Hausbesuch mit unterstützendem Einzelspräch und praktische Anleitung
  • Begleitung außer Haus
  • Ambulante Nachsorge
  • Trainingsmaßnahmen:
    Soziales Kompetenztraining
    Kognives Training
    Entspannungstraining
    Rückfallpräventionstraining
    Freizeitgruppe
  • Praktische Hilfen im Alltag
  • Gegebenenfalls Fahrdienst

Alle Angebote der Beratungsstelle gelten auch für Selbstzahler.


Kontakt

Laura Melchisedech, Diplom-Sozialarbeiterin

Telefon: 0651 17036-27

Mobil: 0152 53915427

E-Mail