FreD - Frühintervention erstauffälliger Drogenkonsumenten

Viele Jugendliche probieren Drogen aus. Einige von ihnen werden auffällig, jedoch meistens nicht im Sinne einer Suchterkrankung. Die Grundidee der Maßnahme ist es, jungen auffällig gewordenen Drogenkonsumenten frühzeitig ein kurzes und gezieltes Angebot zu unterbreiten.

Frühintervention junger Drogenkonsumenten - Landesdrogenkonferenz 2003


Zielgruppen

Das Projekt FreD richtet sich vor allem an die Altersgruppe der 14-20jährigen Drogenkonsumenten, die nach psychologischen und medizinischen Kriterien nicht suchtkrank sind, aber die als Konsumenten mit Drogen experimentieren und/oder diese missbrauchen und damit in irgendeiner Form aufgefallen sind.
Es gibt verschiedene Gründe, am Kurs FreD teilzunehmen:
Vielleicht hat der/die Jugendliche eine Auflage seitens der Eltern, des Jugendamtes oder des Gerichtes.
Vielleicht möchte der/die Jugendliche sich darüberhinaus mit Mitarbeitern der Suchtberatung sowie mit anderen Drogenkonsumenten seiner/ihrer Altersgruppe über Erfahrungen mit den Drogen (positive und negative) kritisch austauschen.


Ziele

Das Hauptziel der Maßnahme ist die Vermittlung von Informationen, die Förderung eines selbstkritischen Umgangs mit Drogen und die Stärkung der Eigenverantwortung für die eigenen Entwicklungen.

  • Vermittlung von Informationen über Drogen und deren Wirkung
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Umgang mit Drogen
  • Erfahrung der eigenen Grenzen im Umgang mit Drogen und dessen Konsequenzen
  • Erlernen eines eigenverantwortlichen Umgangs mit Drogen
  • Motivation und Unterstützung bei Verhaltensänderungen
  • Informationen über das regionle Suchthilfesystem, event. Vermittlung
  • Vermeidung von Straffälligkeit
Von unserer Seite sind folgende Themen geplant:
  • Gegenseitiges Kennenlernen
  • Was ist Cannabis/ Was sind Drogen?
  • Eigene Erlebnisse mit Drogen
  • Durch den Konsum erlebte Vorteile und Nachteile
  • Bewertung des eigenen Kosums (hat es wirklich nur Vorteile, zu kiffen...?)
  • Ab wann ist man eigentlich abhängig?
  • Rechtliche Aspekte/ Drogen und Straßenverkehr


Angebot

Der Kurs FreD besteht aus einem Einzelgespräch sowie vier Gruppentreffen zu je zwei Zeitstunden. Diese finden im wöchentlichen Abstand nachmittags in der Beratungsstelle statt.
Die Maßnahme wird anhand eines strukturierten Curriculums durchgeführt, das an die Zielgruppe angepasst wird. Der Kurs wird von zwei erfahrenen Kursleitern durchgeführt, nach Möglichkeit von einem Mann und einer Frau.
Grundlage der Durchführung sind Methoden und Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie, motivationale Techniken und Elemente der Gruppenunterrichtung und Gruppendiskussion.
Die Gestaltung ist offen, die Jugendlichen können eigene Ideen einbringen.


Kosten

Im Gegensatz zur "Beratung", die durch öffentliche Zuschüsse finanziert wird, muss für FreD ein Teilnehmerbeitrag erhoben werden.
Dieser beträgt für das Einzel- und die vier Gruppengespräche 380 Euro.
Die Kosten werden entweder vom Teilnehmer oder unter bestimmten Voraussetzungen und nach Einzelfall-Prüfung vom zuständigen Jugendamt aufgebracht.


Kontakt

Andreas Stamm, Dipl.-Psychologe

Telefon: 0651/17036-23

E-Mail